BKK-Arbeitgeberversicherung

Vor mehr als 30 Jahren, am 1. Januar 1995, startete die damalige Lohnfortzahlungskasse mit zwei Beschäftigten das Ausgleichsverfahren der Arbeitgeberaufwendungen für die Betriebskrankenkassen. Heute betreuen 82 Beschäftigte mehr als 600.000 Arbeitgeber bundesweit. Um die fachliche Kompetenz und die Qualität der Arbeit stets auf hohem Niveau zu halten, wurden auch im Jahr 2025 Schulungen und Weiterbildungen durchgeführt. Mit dem Training „Agile Arbeitswelten“ sollen die Mitarbeitenden unterstützt werden, die notwendigen Kompetenzen für eine zunehmend dynamische Arbeitswelt zu erhalten. Das Training knüpfte an die bereits im Jahr 2024 erfolgten Schulungen an.

Die zweitägige Schulung gliederte sich in zwei Themenblöcke: „Wandel verstehen“ und „Widerstände bewältigen“ mit den folgenden Schwerpunkten:

  • Persönlichkeitsanalyse: Antreiber, Werte und Bedürfnisse wurden reflektiert, um Rollen im Veränderungsprozess besser zu verstehen.
  • Resilienz: Fokus auf der Entwicklung einer resilienten Persönlichkeit, Stärkung der Grundprinzipien wie Vertrauen, Teamverbundenheit, Flexibilität und Mut.
  • Strategien zur Flexibilität: Erarbeitung von Methoden, um die Flexibilität im Denken und Handeln zu steigern und konstruktiv mit Unsicherheiten umzugehen.

Mit dieser Schulung wurde mehr als Fachwissen vermittelt. Die Teilnehmenden empfanden die praxisnahen Übungen und die reflektierte Kommunikation als

Konstanter Partner – Der Beirat

Seit dem Jahr 2002 begleitet der Beirat die Zusammenarbeit zwischen den Betriebskrankenkassen und der BKK-Arbeitgeberversicherung. Die Mitglieder des Beirates sind Vertreter der teilnehmenden Betriebskrankenkassen, die das U1 und/oder das U2-Verfahren auf die BKK-Arbeitgeberversicherung übertragen haben. Der Beirat berät unter anderem zur Höhe der Umlagesätze oder zum Verwaltungskostenersatz und spricht dem Haupt- und Personalausschuss sowie dem Verwaltungsrat des BKK Landesverbandes Mitte Empfehlungen aus.

Seit dem Jahr 2017 lenkt Andreas Lenz als Vorsitzender die Geschicke des Beirates.

„Die BKK-Arbeitgeberversicherung ist seit mehr als 30 Jahren Experte ..."

Andreas Lenz
Vorstandsvorsitzender BKK Pfalz

Zahlen, Daten & Fakten

Die BKK-Arbeitgeberversicherung betreute im Jahr 2025 etwa 668.200 Arbeitgeber bundesweit. Davon nahmen 73.700 Arbeitgeber, also etwa 10 Prozent, ausschließlich am Umlageverfahren 2 teil. Für Arbeitgeber, die am Umlageverfahren 1 teilnehmen, bietet die BKK-Arbeitgeberversicherung drei unterschiedliche Umlage- und Erstattungssätze an. Die Abbildung zeigt, dass sich 80 Prozent der Arbeitgeber im Jahr 2025 für die Erstattung in Höhe von 60 Prozent des fortgezahlten Entgeltes (inklusive der vom Arbeitgeber zu tragenden Beitragsanteile) entschieden haben.

Aufteilung des U1-Arbeitgeberbestandes nach der Wahl des Umlagesatzes

Umlage- und Erstattungssätze Umlagesatz Erstattung
U1, ermäßigter Umlage- und Erstattungssatz 1,73 v.H. 50%*
U1, allgemeiner Umlage- und Erstattungssatz 2,1 v.H. 60%*
U1, erhöhter Umlage- und Erstattungssatz 4,0 v.H. 80%*
U2, Mutterschaft (MU) bzw. Beschäftigungsverbot (BV) 0,30 v.H. 100 % (MU)**

*Die Arbeitgeberbeitragsanteile sind mit diesem Erstattungssatz bereits abgegolten

**Bei BV: zuzüglich der pauschalen Erstattung der Arbeitgeberbeitragsanteile nach § 1 Abs. 2 Nr. 3 AAG

Vergleich des Antragsaufkommens der Jahre 2024 und 2025

Im Jahr 2025 erhielt die BKK-Arbeitgeberversicherung insgesamt 1.798.380 Anträge
auf Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen bei Krankheit und Mutterschaft.

Im Vergleich zum Vorjahr wurden somit insgesamt 139.593 Erstattungen mehr beantragt. Die Zahl der Anträge im Umlageverfahren 1 stieg um 102.943. Das entspricht einer Steigerung um etwa 7,1 Prozent.

Die Anzahl der Anträge bei Beschäftigungsverbot (Umlageverfahren 2) erhöhte sich um 14.854 Anträge. Das entspricht einer Steigerung von 16,3 Prozent. Beim Zuschuss zum Mutterschaftsgeld wurden 21.796 Erstattungen mehr beantragt. Die Steigerung entspricht 18,3 Prozent.

Vergleich der Erstattungsbeträge

Die Erstattungsbeträge für die unterschiedlichen Antragsarten richten sich nach den zugrunde gelegten Entgelten der Beschäftigten. Während im Jahr 2024 für einen Erstattungstag bei Arbeitsunfähigkeit im Durchschnitt 61,25 Euro ausgezahlt wurden, waren es im Jahr 2025 bereits 64,56 Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 5,4
Prozent. Die Ausgaben im Umlageverfahren 2 stiegen ebenfalls im Vergleich der Jahre 2024 und 2025 an. Die täglichen Erstattungsbeträge bei Beschäftigungsverbot stiegen um 5,0 Prozent auf 124,98 Euro und beim Zuschuss zum Mutterschaftsgeld um 5,5 Prozent auf 71,11 Euro pro Tag an.

Vergleich der täglichen Erstattungsbeträge bei Arbeitsunfähigkeit, Beschäftigungsverbot und dem Zuschuss zum Mutterschaftsgeld

Fallzahlen im Bereich Schadenersatz

Ursächlich für Schadenersatzfälle (nach § 116 SGB X) sind Arbeitsunfälle, Wegeunfälle und Unfälle im häuslichen Umfeld. Letztere sind die Hauptursachen für die Schadenersatzfälle der BKK-Arbeitgeberversicherung.

Die Übersicht zeigt die Anzahl der Schadenersatzfälle. Im Jahr 2025 wurden 81.762 Erstattungsanträge auf einen eventuell bestehenden Schadenersatzanspruch geprüft.

Fallzahlen im Bereich Schadenersatz

Zahlungseingänge im Bereich Schadenersatz

Im Jahr 2025 konnten 1.083.560 Euro aufgrund von Schadenersatzansprüchen geltend gemacht werden.

Fallzahlen im Bereich Schadenersatz

Bilanz 2025 (§ 29 SVHV)

Kontenbezeichnung Bestand am 1.1.2025 in Euro Veränderung Bestand 2025 in Euro Bestand am 31.12.2025 in Euro
Bankguthaben (U1) 51.540.132,19 13.831.806,73 65.371.938,92
Bankguthaben (U2) 55.234.535,69 -14.895.059,79 40.339.475,90
Sonstige sofort verfügbare Zahlungsmittel 3.967,47 -2.536,86 1.430,61
Sonstige Forderungen an den BKK LV Mitte 0,00 0,00 0,00
Zeitliche Rechnungsabgrenzung 446.450,11 71.906,89 518.357,00
Geldanlagen (U1) 84.722.122,56 -13.356.499,99 71.365.622,57
Forderungen auf Umlagebeträge (U1) 30.780.716,67 1.390.640,60 32.171.357,27
Forderungen auf zu Unrecht geleistete Erstattungen (U1) 1.452.373,78 249.017,89 1.701.391,67
Sonstige Forderungen (U1) DEBT 2.200.852,21 -555.198,05 1.645.654,16
Sontige Forderungen (U2) KRED 2.386,77 505,52 2.892,29
Geldanlagen (U2) 90.777.122,56 -46.643.499,99 44.133.622,57
Forderungen auf Umlagebeträge (U2) 30.066.179,80 -6.511.165,78 23.555.014,02
Forderungen auf zu Unrecht geleistete Erstattungen (U2) 1.152.624,41 368.110,07 1.520.734,48
Sonstige Forderungen (U2) DEBT 426.914,03 -344.599,77 82.314,26
Sonstige Forderungen (U2) KRED 2.172,49 532,84 2.705,33
Gesamt 348.808.550,74 -66.396.039,69 282.412.511,05
Passiva
Sonstige Verwahrungen 6.885,85 -1.742,65 5.143,20
Verpflichtungen gem. § 1 Abs. 1 u. 3 AAG (U1) 25.732.608,22 3.531.445,66 29.264.053,88
Verpflichtungen/Rückstellungen Risikoausfälle (U1) 29.984.000,00 4.102.000,00 34.086.000,00
Verpflichtungen aus Fehlüberweisungen 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verpflichtungen (U1) 1.498.125,19 757.720,25 2.255.845,44
Verpflichtungen gem. § 1 Abs. 2 u. 3 AAG (U2) 23.421.203,72 -8.655,51 23.412.548,21
Verpflichtungen/Rückstellungen Risikoausfälle (U2) 27.187.000,00 4.407.000,00 31.594.000,00
Sonstige Verpflichtungen (U2) 1.165.808,86 651.371,94 1.817.180,80
Gesamt 108.995.631,84 13.439.139,69 122.434.771,53
Sondervermögen - U1
nach dem AAG bei Krankheit 117.386.863,60 9.355.276,17 126.742.139,77
Sondervermögen - U2
nach dem AAG bei Mutterschaft 122.426.055,30 -89.190.455,55 33.235.599,75
Sondervermögen 239.812.918,90 -79.835.179,38 159.977.739,52
Bilanzsumme 348.808.550,74 -66.396.039,69 282.412.511,05

Gewinn- & Verlustrechnung 2025 (§ 28 SVHV)

Kontenbezeichnung Rechnungsergebnis U1 in Euro Rechnungsergebnis U2 in Euro
Einnahmen
Umlagebeträge 419.455.622,50 292.954.640,46
Vermögenserträge und sonstige Einnahmen 2.240.811,29 1.390.387,14
Einnahmen aus Ersatzansprüchen 797.349,31 0,00
Zwischensumme 422.493.783,10 294.345.027,60
Überschuss der Aufwendungen 0,00 89.190.455,55
Gesamt 422.493.783,10 383.535.483,15
Ausgaben
Erstattungen an Arbeitgeber 383.932.686,72 359.705.101,09
Vermögensaufwendungen und sonstige Ausgaben 0,00 0,00
Verwaltungskosten 29.205.820,21 23.830.382,06
Zwischensumme 413.138.506,93 383.535.483,15
Überschuss der Erträge 9.355.276,17 0,00
Gesamt 422.493.783,10 383.535.483,15